Tipps für das Studium (an der FH Münster)

Tipps für das Studium (an der FH Münster)

Im Herbst 2015 begann ich mein Studium der Informatik an der Fachhochschule Münster am Standort Steinfurt.
Wenn ich jetzt auf mein erstes Semester zurückblicke kann ich nur lachen und muss unweigerlich den Kopf darüber schütteln, wie unbedarft ich damals startete.
Nun da das fünfte Semester beendet ist und das Ende meines Studiums in beinahe greifbare Nähe rückt, möchte ich einige Dinge die ich gelernt habe aufschreiben. Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen bei seinem eigenen Studium.

Manche meiner Tipps sind dabei für alle Studenten hilfreich, manche nur für Studierende an der FH Münster und wieder andere nur für Informatiker.

Ilias Übersicht

Ilias

Das Ilias E-Learning System funktioniert durchaus gut, jedoch ist es manchmal unübersichtlich und ein neuer Forenbeitrag des Professors kann schnell übersehen werden. Um immer informiert zu sein, wenn Folien hochgeladen wurden oder die neue Praktikumsaufgabe verfügbar ist, kann man einfach den persönlichen RSS Feed von Ilias abonnieren.
Dazu auf der Übersichtsseite den orangen RSS Button anklicken und auf der nächsten Seite die URL des privaten Newsfeeds kopieren, „-passwort-“ durch das persönliche ILIAS Passwort ersetzen und in den RSS Reader der Wahl einfügen. Ich benutze auf meinem Notebook die Chrome Erweiterung „RSS Feed Reader“, auf meinem Android Smartphone hat sich die App RSS Reader bewährt, welche auch Push Benachrichtigungen unterstützt.

 

Semesterticket

Semesterticket in formschöner Hülle

Der wahrscheinlich größte Vorteil eingeschrieben zu sein ist das Semesterticket. Im Endeffekt ist es ein Stück Freiheit in Form eines Blatt Papier.
Dieser besagte Papierbogen kann schnell ausfransen oder durchnässen und ist dann nicht mehr ansehnlich oder im schlimmsten Fall unlesbar.
Mein Mitbewohner brachte mich auf die Idee ein Bankkarten Hülle zu verwenden. So geht das Ticket nicht kaputt und kann kontrolliert werden ohne es aus selbiger zu entfernen.

Termine und Kalender

Kein besonders krasser Tipp aber ich empfand es immer als sehr praktisch zu Beginn des Semsters einen neuen Google Kalender zu erstellen und alle Termine des Semesters inklusive Raumnummern direkt einzutragen. Manchmal dauert es zwei Wochen bis man die Liste der Praktikumstermine in den Händen hält, aber sich dann eine Stunde zu nehmen und alles einzurichten ist es Wert! So weißt du zu jedem Zeitpunkt wo du wann sein musst, kennst die Fristen der Praktika und vergisst keinen Termin. Zur besseren Differenzierbarkeit haben Pflichtveranstaltungen in meinem Kalender die Farbe Rot und Vorlesung ohne Anwesenheitspflicht eine Andere. Der Kalender kann in der App beliebig ein oder ausgeblendet und mit Kommilitonen geteilt werden.

FH Email

Eigentlich ein totaler No-Brainer: Für Kommunikation mit dem Prüfungsamt oder Professoren nutze am besten deine FH Mail Adresse. Das hilft nicht nur bei der Identifizierung deiner Person sondern wirkt auch nicht so unprofessionell wie eine Mail von „coolertyp95@t-online.de“.

Es kann nervig sein die Mailadresse der FH zu checken aber meistens kommen an  dieser Adresse nicht unfassbar viele Mails an. Wenn man also keine Lust hat das Konto am Client der Wahl einzurichten kann man sich die Nachrichten also auch einfach auf sein, mit dem Smartphone verknüpftes, Maikonto umleiten lassen. Muss eine Mail doch mal beantwortet werden taugt häufig der Webclient.

Der richtige Computer

Im Studium und besonders im Informatikstudium braucht man ein Notebook. Hier einige Gedanken wie man dieses wählen sollte:

Generelles:

Bei der Wahl des Rechners sollte man sich bewusst sein was man mit diesem anstellen möchte. Eine häufige Anforderung wird beispielsweise ein niedriges Gewicht sein, da der Laptop auch in der FH genutzt und aus dem Grund  rumgetragen wird. Auch die Leistung sollte nach dem Zweck des Rechners bemessen werden, willst du nur Notizen machen und mal eine Powerpoint erzeugen brauchst du keine dedizierte Grafikkarte.

Für Informatiker:

Du wirst im Studium Linux benutzen. Das ist quasi ein Fakt. Viele Professoren empfehlen den Einsatz eines Linux Derivats und in einigen Modulen läuft die benötigte Software nur darauf. Aus diesem Grund bietet es sich an, dich früh mit Linux vertraut zu machen und es auch bei der Wahl des Computers im Hinterkopf zu behalten. Zwar kann Linux in einer virtuellen Maschine auf jedem System ausgeführt werden, aber die Performanz leidet und Spaß kommt dann erst recht keiner auf. Eines der größeren Probleme des Betriebssystems ist dabei die Hardwarekompatibilität, deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein beherzter Blick ins Netz ob der WLAN Chipsatz und andere Schnittstellen auch wirklich mit Linux harmonieren. Nachschauen kann man das beispielsweise hier.

Achja, wo ich bei Linux bin: Da im Studium von unterschiedlichen Modulen unterschiedliche Software verlangt wird und sich so nach einem Semester viele Pakte,  Abhängigkeiten und Konfigurationen ansammeln lohnt es sich das System zu Beginn des Semesters neu aufzusetzen.

Dateien und Quellcode teilen

Während meine Studiums hat sich das Teilen von Code und Dateien mit meinem Kommilitonen als sehr hilfreich herausgestellt.
Wir pflegen einen gemeinsamen Google Drive Ordner in dem alle wichtigen Dokumente des Semesters liegen und Notizen zur Klausurvorbereitung oder gefundene Altklausuren geteilt werden.

Speziell im Informatikstudium gibt es viele Aufgaben die Programmieren erfordern. Die Gruppe von Kommilitonen der ich angehöre hat aus diesem Grund ein Team bei Bitbucket erstellt um Quellcode für Praktika zu teilen. Dabei geht es gar nicht um das Kopieren fremder Ergebnisse zu Zwecken der Arbeitsvermeidung. (Die Praktika sind meistens eine sehr gute Vorbereitung auf die Klausur und sollten erledigt werden). Es kann jedoch sehr hilfreich sein den Lösungsweg der Kommilitonen nachzuvollziehen, falls man am Samstagabend an einer bestimmten Stelle festhängt. Weiter unten in diesem Beitrag stelle ich noch das Studentenprogramm von Bitbucket vor, welches Studierenden kostenlose Pro Features ermöglicht.

Studierendenboni und -programme

Studenten geniessen viele Vergünstigungen und profitieren von kostenloser (sonst sehr sehr teurer) Software. Ich habe einige Studentenprogramme zusammengestellt.

GitHub Edu Package

Im GitHub Educational Package sind viele Studentenboni verschiedener Firmen zusammengefasst.
Neben GitKraken, einem tollen plattformübergreifenden Git Client, werden 150$ Guthaben der Amazon Web Services geboten (toll für inkrementelle OffSite BackUps mit DejaDup unter Linux), Guthaben um Server bei Digital Ocean zu mieten, Build Server von Travis oder eine kostenlose .me Domain mit eigener Email und direkter Verlinkung zu GitHub Pages. Darüber betreibe ich bspw. meine digitale Visitenkarte.

BitBucket Edu Package

Ein Premium Account für Studenten. Unbegrenzte Anzahl von Repositorys, 500 Build Minuten im Monat und unbegrenzte Teams.

JetBrains Package

Häufig wird im Studium die freie Eclipse IDE verwendet. Jetbrains, das Team hinter IntelliJ einer großartigen Entwicklungsumgebung , stellt Studenten ihre komplette Sammlung an Software zur Verfügung. Es lohnt sich dort mal vorbeizuschauen und die Software zu testen.

Amazon Prime Student

Der König der Studentenboni ist wohl Amazon Prime Student. Der Onlineversandhändler bietet sein PrimeProgramm zum halben Pries. Das bedeutet kostenloser Premium Versand, Zugriff auf Prime Video/Music/Reading. Für 35€ statt 70€ im Jahr.

Microsoft Office

Die Fachhochschule Münster und viele andere Universitäten stellen in einer Kooperation mit Microsoft das Office 365 Paket mit Word, Excel, Powerpoint und OneNote für Studenten kostenlos zur Verfügung.

Windows Betriebssysteme

Neben der Microsoft Office Suite gibt es die Möglichkeit verschiedene Betriebssysteme und andere Microsoft Software kostenlos zu erhalten.

Sciebo

Sciebo basiert auf einer Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen und bietet jedem Studenten 30GB Cloud Speicher, ähnlich zu Google Drive und Dropbox. Sciebo basiert auf Owncloud und ist damit kompatibel. So gibt es für jede Plattofrm einen Client zum Zugriff auf die Daten. Teams können bis zu 2 Terabyte Speicher beantragen.

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